Autor Thema: Schenkelweichen  (Gelesen 11534 mal)

Lisa

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Schenkelweichen
« am: 2 Juli 04 20:07 »
Also ich hätte eine Frage, ich habe jetzt vor meiner Stute (6) das Schenkelweichen bei zu bringen. Sie ist wirklich gelehrig. Sie geht jetzt seit eineinhalb JAhren unterm Sattel. Es ist kein Problem Galopp aus dem Trab, Schritt und halt. Genauso wie vom GAlopp in  Trab, schritt und Halt. Rückwärts, Labyrint, Vorderhandwendung. Meistes auch Hinterhandwendung. Sie geht brav am Zügel ohne Martingal oder anderen Ausbindern. Aber Schenkelweichen gelingt mir nicht.Ich probieré es aber sie geht zuerst grade aus dann macht sie Andeutungen wirklich seitwärts zu  gehen geht aber dann auf einmal Rückwärts. Könnt ihr mir helfen?

Tomm

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #1 am: 5 Juli 04 07:33 »
Hi Lisa,

da ist es sehr schwer, eine "Ferndiagnose" zu stellen. Aber so, wie du es beschreibst kann ich mir eigentlich nur vorstellen, daß du sie zu wenig vorwärtstreibst. Wenn deine Stute Vor- und Hinterhandwendungen korrekt beherrscht (setzt sie denn auch ALLE Hufe taktmäßig oder "vergißt" sie einen und verdreht ihn sich dadurch?), dann sollte Schenkelweichen kein Problem sein. Wobei ich es Pferden grundsätzlich in umgekehrter Reihenfolge beibringe. Eigentlich bauen Vor- und Hinterhandwendungen eher auf das Schenkelweichen auf als andersherum.

Ansonsten kann ich dir höchstens raten, es an der Reitplatz- oder Hallenbande zu üben. Dort hast sowohl du als auch dein Pferd eine Art Führung durch die Bande. Die Vorhand bleibt auf dem Hufschlag, während die Hinterhand sich auf dem zweiten Hufschlag bewegt. Gebe dich lieber erst mit einer leichten Abstellung von weniger als 45° zufrieden. Und übe Schenkelweichen immer aus dem Schritt oder Trab heraus, nicht aus dem Stand. Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Gruß Tommy
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(Hans-Heinrich Isenbart bei seiner Verabschiedung am 19.07.2004 in der Aachener Soers)

Bjalla

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #2 am: 5 Juli 04 13:42 »
Hi, ich kann dir nur empfehlen, die Schenkelweichen erst vom Boden aus zu üben. Schon mit Zügeln und Gerte (=Schenkel)und Stimme. Dann kennt dein Pferd das schon und du kannst drauf achten, dass dein Pferd es von Abfabg an richtig lernt. Durch alle Hilfen außer Gewicht hat dein Pferd die Grundlagen, es dann auch vom Sattel aus zu lernen.
Bjalla

Lisa

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #3 am: 5 Juli 04 14:05 »
Tomm: Ich habe es bevor ich ihr die Vorder bzw. Hinterhandwendung gelernt habe schon probiert. Aber es hat nicht geklappt also habe ich gedacht ich probiere es nach einiger Zeit wieder. Jetzt habe ich wirklich vor es ihr zu lernen.

Bjalla: Ja werds gleich heute probieren. Ich hoffe es klappt.

britt

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Schenkelweichen
« Antwort #4 am: 17 September 04 12:47 »
Hallo,
haltet mich bitte nicht für blöd, aber ich bekomme die Schenkelweiche einfach nicht hin. Ich denke mein Pferd könnte es, wenn ich ihm die Hilfen korrekt geben würde, aber irgendwas mach ich falsch. Kann das jemand mal für "Dumme" haarklein schildern.
Danke schonmal

LG Britt

Tomm

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #5 am: 17 September 04 19:19 »
Hallo Britt,

ziemlich genau beschrieben habe ich das in http://deganius.de/forum/read.php?f=1&i=666&t=653 schon einmal. Es ist natürlich immer schwierig, irgendwelche Ferndiagnosen zu stellen. Dazu müßtest du aber mal genau beschreiben, was dein Pferd tut (und was du tust) oder eben nicht tut.

Gruß Tommy

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britt

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #6 am: 18 September 04 10:33 »
Hallo Tomm,
also - ich versuch das so: wenn die Bewegungsrichtung nach links sein soll, dann stelle ich sie Kopf nach rechts, lege den rechten Schenkel an den Gurt, den linken etwas zurück und treibe (versuche es zumindest) rechts. Sie geht dann rückwärts oder vorwärts weg, bloß nie dahin wo sie soll. Meist kommt nur das Hinterteil rum. Ach ja, es wurde noch zu mir gesagt ich soll den inneren Zügel höher nehmen, hat aber auch nichts gebracht.
Ich glaub, irgendwie mache ich das total falsch.
Bitte erkläre es mir nochmal.

Gruß Britt

Tomm

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Re: Schenkelweichen
« Antwort #7 am: 28 September 04 18:09 »
Laß mal die bewußte Stellung des Pferdes weg. Treibe einfach vermehrt mit dem Schenkel, dem das Pferd weichen soll. Also mit dem rechten, wenn es nach links gehen soll. Das kannst du auch am langen Zügel probieren.
Das sollte eigentlich kein Problem sein, wenn das Pferd korrekt geritten wird. Um das zu testen, probierst du einfach mal am langen Zügel Volten oder größere Kreise zu reiten. Oft ist es leider so, daß die Pferde sich dann nicht lenken lassen. Das ist meist ein Zeichen dafür, daß sie in der Regel einfach am Zügel "herumgezogen" werden. Hier ist dann eine langwierige Korrektur notwendig.
Vom Höherstellen der inneren Hand rate ich dir ab. Das kann man machen, wenn man die Stellung des Pferdes unterstützen will. Allerdings sollten es nur wenige Zentimeter sein, eine halbe Handbreit höchstens. In dem Moment, in dem du es bewußt machst, ist die Hand meist deutlich höher und führt zur Verwerfung im Hals.

Gruß Tommy

[%sig%]
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