Autor Thema: hufrehe  (Gelesen 26213 mal)

birte

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Re: hufrehe
« Antwort #15 am: 29 März 04 10:46 »
Hallo Julia!
Vor zwei Jahren hatte meine Stut einen sehr starken Reheschub, als ich beruflich für eine Woche weg musste.
Um sie zu retten musste ich die ganze Fütterung ändern und mit viel Disziplin auf t ä g l i c h e Bewegung achten. In jedem Frühjahr mache ich eine Entschlackungskur um das Verdauungssystem auf die neue Weidesaison vorzubereiten. Sie besteht aus der Gabe von Birkenpresssaft über 3 Wochen. Und Blutreinigenden Kräuter (Haemoclear v. Masterhorse), Topinamburflocken und leberunterstützenden Mitteln (Lycopodium C30 Tropfe 15 pro Tag).Dazu bekommt sie maximal 200g eiweißarmes Kraftfutter und eine Handvoll Rübenschnitzel sowie 4 Scheiben Heu am Tag. Bis jetzt hatte sie nie wieder Hufrehe!

julia

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Re: hufrehe
« Antwort #16 am: 30 März 04 12:33 »
danke für deine antwort werde ich sofort alles ausprobieren jetzt im frühlng bekommt sie auch ginko biloba d6,es hat ihr sehr geholfen.ich hoffe deine stute bleibt weiterhin gesund.ich hoffe das auch meine stute bald ganz gesund wird

anke

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Re: hufrehe
« Antwort #17 am: 19 April 04 21:11 »
Hallo,
habe Eure Beiträge gelesen. Auch ich habe ein 24 jähriges Pony, welches Anfang März 2004 erstmals Rehe bekommen hat. Mit Spritzen,Hippopalazoon, Kühlen und Spezialbeschlag lief sie 4 Wochen wieder einigermaßen, nun stampft sie wieder so schwerfällig und hat auch bereits wieder Pulsation. Habe gelesen, dass ihr es mit Ginko biloba d6 etwas gelindert habt. Woher bekomme ich das Mittel? Bin sehr traurig, wenn mein Pony so schlecht läuft und möchte gerne alles tun, damit es wieder besser wird. Habt ihr sonst noch ein paar Tips für mich?
Gruss Anke

julia

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Re: hufrehe
« Antwort #18 am: 21 April 04 09:47 »
hi Ginko Biloba D6 bekommt man in jeder Apotheke. Hast du dein Pony auf der koppel??wenn ja dann mähe die wiese ab das frische gras schadet deinem pony sehr!!!und sonst braucht es Bewegung.
Viel Glück

Tomm

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Re: hufrehe
« Antwort #19 am: 24 April 04 23:48 »
Hi,

das ist ein recht großer Irrtum! Abmähen reicht nicht, weil nicht das lange Gras des letzten Jahres das proteinreiche ist, sondern die hauchzarten Stengel, die sich grade milimeterweise aus dem Boden quälen, das frische Gras. Ein Pony, das Rehe hat, sollte man besser ganz von der Weide herunternehmen. Viel Bewegung ist aber auf jeden Fall gut - auch wenn es besonders zu Anfang eine ziemliche Qual für das Pferd darstellen kann. :-(
Und auch Hafer darf es nicht in allzugroßen Mengen bekommen.

Gruß Tommy
Gruß Tommy

"Es gibt so viele Leute mit Pferden in Deutschland und ich wünsche mir, daß es noch mehr Pferdeleute werden!"

(Hans-Heinrich Isenbart bei seiner Verabschiedung am 19.07.2004 in der Aachener Soers)

Nadja

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Re: hufrehe
« Antwort #20 am: 26 April 04 09:12 »
Ich habe die Füterung jetzt wieder ganz weg gelassen, außer halt Obst und Gemüse. Es geht ihr wieder schlechter, gester bin ich mit ihr spazieren gegangen und als ich sie dann auf die Koppel brachte hat sie sich gleich niedergelegt. Sie lahmt nich richtig  nur geht sie so übervorsichtig und schwerfällig. Ich werde sie jetzt wircklich in den Stall stellen, es geht nicht anders. Es ist wircklich sau blöd. Was ich auch mache ganz geht die Hufrehe nicht weg, obwohl es ihr in letzer Zeit so gut ging!!

Rosi1384

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Re: hufrehe
« Antwort #21 am: 24 Mai 04 22:19 »
Liebe Nadja!!
Hufrehe sind unheilbar!
Mien Pferd hat es jetzt schon seit 8 Jahren! Aber er kann wieder ohne weiteres alles machen was er und nicht möchten! Wenn es wirklich schon so schlimm ist, dann informiere dich einmal wegen den Aderlass!
Ich bin zwar nicht so dafür, weil es dann bis zu den Lebensende gemacht werden muss. Aber man kann sich ja Invormationen runterholen!!

Liebe Grüße!!

Rosi
ey leute!!!

Schreibt mir einfach!!!

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!!

Liebe Grüße!!
Rosi

julia

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Re: hufrehe
« Antwort #22 am: 27 Mai 04 21:10 »
Nein hufrehe ist nicht unheilbar!!!!! solange es nicht kronisch ist. Bei ihr würde es wieder weggehen wenn sie in eine Hufklinik kommen würde. Lg julia

Kerstin

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Re: hufrehe
« Antwort #23 am: 21 April 07 22:42 »
Kann mir jemand eindeutige Merkmale für eine Rehe nennen um diese klar von anderen Erkrankungen abzugrenzen?Gibt es überhaupt plätzlich auftretenden,andere Erkrankungen,bei denen Pferde den rehetypischen Gang zeigen?Hoffe auf eine schnelle Antwort da meine Stute schnelle Hilfe brauch aber der Tierarzt auf alles mögliche tippt aber nicht auf Rehe.Allerdings fehlen auch die Symthome wie warme Hufe,Temperaturerhöhung,beschleunigte Atmung und Puls.Bin dankbar für jeden Hinweis,der meiner Stute helfen kann

christa

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Re: hufrehe
« Antwort #24 am: 22 April 07 14:14 »
Hallo Julia,

unter

http://www.pferdewiki.de/wiki/Hufrehe

kannst Du alles wichtige über Hufrehe lesen. Hier ein kleiner Ausschnitt davon:

Die Hufrehe-Behandlung in der Phythotherapie


Die Hufrehe-Symtomatik beim Pferd

Hufrehe ist immer mit extrem starken Schmerzen verbunden, mit Schwitzen und Muskelzittern und mit einer erhöhten Atemfrequenz. Vielfach kommt es auch zu Fieber und zu einer Krummstellung der Wirbelsäule. Dies wird durch die Schmerzen verursacht. In extremen Fällen legt sich das Pferd auf den Boden und möchte sich nicht bewegen. Typisch für eine Hufrehe sind auch das Auffußen der Ballen und Trachten des Hufes (sogenannte Trachtenfussung). Dabei wird der Zehenbereich des Hufes entlastet. Die Hinterbeine werden weit unter den Pferdebauch gestellt.

Der Hufrehe-Verlauf

Hufrehe bricht meistens in kürzester Zeit aus und geht nach etwa 2 Tagen in einen chronischen Verlauf über. Das Hufbein kann sich aus seiner Befestigung heraus lockern und somit senkt sich das Hufbein langsam nach unten. Manchmal treten dann auch Hufbeinrotationen auf. In ganz schlimmen Fällen kann sogar die Hufbeinspitze die Hufsohle durchstoßen und dies führt zu bakteriellen Entzündungen im Huf.



Mögliche Auslöser für Hufrehe

Traumatische Rehe

Durch Belastung und Erschütterung ausgelöst bei Distanzritten, Aufschlagen auf Steine, usw.

Fütterungsrehe

Verursacht durch eine Stoffwechselstörung im Dickdarm, weil zu viele Kohlenhydrate und Fruktan in den Darm gelangen.

Geburtsrehe

Entstanden durch verbleiben der Nachgeburt in der Gebärmutter.

Toxische Rehe

Wird durch Aufnahme von giftigen Stoffen ausgelöst, z.B. Giftpflanzen, Holzschutzmittel im Stall, Pflanzenschutzmittel (Pestizide) im Getreide/Kraftfutter, etc.

Medikamentöse Rehe

Ausgelöst durch bestimmte Medikamente, wie z.B. Kortison.

Infektiöse Rehe

Durch Viren ausgelöst, die zu schweren Allgemeininfektionen führen können.

Kaltwasser-Rehe

Entsteht, wenn ein überhitztes Pferd große Mengen kaltes Wasser trinkt.

Die Phythotherapeutische Behandlung bei Hufrehe

Für die Nieren zum Entgiften

Zum Beispiel Goldrute oder Brennessel oder Ackerschachtelhalm verfüttern, jeweils 30 Gramm pro Tag für 6 Wochen.

Für die Durchblutungsförderung der Hufe

Gingkoblätter geben, täglich 30 Gramm für circa 4 Wochen. Dieses Mittel fördert die arterielle und venöse Durchblutung.

Bei Schmerzen und bei Entzündungen im Rehehuf

Als leichtes Schmerzmittel gelten z.B. Teufelskrallenwurzel, Weidenrinde oder Echtes Mädesüß, jeweils 30-60 Gramm pro Tag für die Zeit der Schmerzen. Diese Pflanzen wirken zudem auch stark entzündungshemmend in der angegebenen Dosierung. Bei akuten Schmerzen bei Ausbruch einer Hufrehe, kann frau täglich zusätzlich 5-10 ml Belladonna D 3 unter die Haut spritzen oder spritzen lassen für insgesamt 4 Tage lang. Starke Schmerzmittel sind bei Rehe nicht empfehlenswert, da diese fatale Folgen haben kann, dadurch, daß sich das Pferd zu viel bewegt und somit eine Heilungsaussicht deutlich verschlechtert wird.

Die äußere Behandlung der Hufe

Äußerlich sind Lehmpackungen oder einfach feuchte Erde sehr sinnvoll (als Umschläge). Die Hufeisen sollten abgenommen werden, sofern dies das Pferd zuläßt. Barfußlaufen fördert die Durchblutung des Hufes und ist somit sinnvoll bei einer Rehebehandlung. Die Hufe sollten spätestens alle 4-5 Wochen von einer Hufpflegerin oder einem Hufschmied zubereitet werden, so, das die Trachten allmählich ganz leicht gekürzt werden. Weiche Einstreu im Stall sind empfehlenswert für Rehepferde. Hierfür eignet sich weicher Torf, Späne oder Sand.



Die Fütterung bei Hufrehe

Kein Getreide, Kraftfutter, Brot, Silage oder 2.u.3. Heuschnitt verfüttern. Dies fördert eine Hufrehe. Nur Gemüse, Obst, evtl. pflanzliches Mineralfutter und den 1. Heuschnitt verfüttern. Bei regelmäßiger Bewegung sollten täglich 50 ml Distelöl zugefüttert werden, damit daß Pferd genügend Energie zur Verfügung hat. Kohlenhydrate und zuviel Fruktan meiden. Fruktan befindet sich in frischem Weidegras und der Gehalt ist von der Witterung abhängig, deswegen nur portionierten Weidegang anbieten.

Weitere Behandlungsmethoden bei der akuten Rehe

Aderlass hat sich bei Rehepferden bestens bewährt. Etwa 5-10 Liter Blut dürfen einmalig abgezapft werden. Danach dürfen Elektrolyte gegeben werden, damit die Pferde nicht abbauen.


Christa Malcher (THP)
« Letzte Änderung: 25 April 07 09:28 von christa »