Manche Besitzer von Sommerekzemern können die sonnigen Tage genauso wenig leiden wie ihre Tiere. Denn der Sommer wird dann für Pferd und den mitleidenden Menschen zur Qual. Anzeichen des von Insekten (vor allem Kriebelmücken) ausgelösten Sommerekzems sind: Hautschwellung und Jucken, Entzündung der Haut, Schuppen, Schorfbildung etc. in den Bereichen Mähnenkamm, Schweifrübe, Brust, Achseln, Unterbauch, Geschlechtsteile und Schenkelinnenflächen. Die Anfälligkeit für das Sommerekzem (fälschlich auch Sommerräude genannt) ist erblich, auch Lebererkrankungen und Darmstörungen verstärken es.
Um Sommerekzemern die "schönste Zeit des Jahres" einigermaßen zu erleichtern, muß die Haltung angepaßt werden. Sauberkeit und Hygiene sind ein Muß, extrem wichtig ist ein Standort mit möglichst geringer Insektenbelastung. Wenns sein muß, dann kommt das Pferd eben in den kühlen, mückenfreien Stall, zum Auslauf bietet sich die Zeit zwischen 11 und 16 Uhr an. In schweren Fällen hilft auch eine robuste Ekzemerdecke, die alle gefährdeten Stellen abdeckt.
Die geeignete Nahrung des Pferdes besteht aus Heu (unbedingt erster Schnitt) und Weidegang (möglichst ungedüngte Weide), eiweißarmem Kraftfutter (z.B.: eingeweichte Rübenschnitzel, gebrochener Mais), auf keinen Fall zuviel Mineralfutter (im Schnitt ca 10 Gramm pro 100 kg Pferd und Tag) und dazu Deganius Sommerschön in einer der Belastung angepaßten Menge.